Kurzbericht Panoramatour Sächsische Schweiz

Kurzbericht von Roland Rigotti:

Hallo *,

ein Event über das ganze Wochenende fand im Rahmen der 3. Panoramatour Sächsische Schweiz vom 12. bis 14. August statt. Dabei galt es, drei Läufe an drei Tagen zu absolvieren, die Einzelresultate wurden summiert. Durch eine vernünftige Einteilung konnte ich einen ungefährdeten Gesamtsieg erreichen. Im Einzelnen waren folgende Strecken vorgesehen:

Freitag, Festungslauf in Königstein:

Das Streckenprofil war eindeutig: 255 Höhenmeter mussten aus dem Elbtal bis zur Festung hinauf auf 7,8 Kilometer überwunden werden. Der Untergrund wechselte nach dem anfänglichen Kopfsteinpflaster und Asphalt schnell zu einem Trail, wo bergläuferische Qualitäten gefragt waren. Durch den heftigen Gewitterguss zuvor war es außerdem recht rutschig geworden. Bei diesem Lauf waren neben den Startern der Tour (etwa 100) außerdem die vielen Einzelläufer unterwegs, die “nur” den Festungslauf absolvieren wollten, ohne die gesamte Tour selbst zu laufen. So hielt ich mich mit meinen Kräften etwas zurück, kam aber trotzdem nach 33:46 Minuten auf Gesamtplatz sechs von fast 400 Läufern ins Ziel (zugleich zweiter Platz M 35). Grandios war der Ausblick vom Festungsplateau (Rundweg mit 1,7 km) in Richtung  Dresden, Elbe und Tschechien. In der Tourwertung hatte ich damit nach der ersten Etappe gut zweieinhalb Minuten Vorsprung.

Samstag, Panoramalauf von Bad Schandau nach Hinterhermsdorf:

Gut ausgeruht waren am zweiten Tag 30 Kilometer mit 800 Höhenmetern zurückzulegen, zunächst entlang der Elbe, dann  über 90 Treppenstufen nach Ostrau hinein in den langen Waldparcours. Wie am Vortag war der Wettergott wenig gnädig, denn nach acht Kilometern ging ein Wolkenbruch herunter, Schlammmassen machten das hügelige Geläuf technisch noch anspruchsvoller. Nach lockerem Beginn wollte ich mein eigenes Tempo steigern. Zur Halbzeit noch gleichauf mit zwei Laufkollegen, kam mir der lange Anstieg nach 20 Kilometern entgegen. Mein Vorsprung vergrößerte sich bis ins Ziel auf gut acht Minuten. Die Endzeit betrug somit 2:09:30 Stunden. Durch den Gesamtsieg auf der zweiten Etappe (natürlich damit auch Platz eins in der M 35) standen die Vorzeichen gut, diesen Vorsprung über die dritte und damit letzte Etappe zu retten.

Sonntag, deutsch-tschechischer Grenzlauf in Hinterhermsdorf:

15 Kilometer, wieder rauf und runter, zwischen Hinterhermsdorf, das an drei Seiten von Tschechien umgeben ist, in unser Nachbarland und zurück, war die heutige Aufgabe. Ein Läufer aus Cottbus, nur bei der dritten Etappe am Start, enteilte nach wenigen Kilometern, aber ich konnte meinerseits in 58:41 Minuten hier den Gesamtplatz zwei belegen (1. in M 35).  

Gesamtzeit aus drei Läufen über 52,8 km: 3:41:57 Stunden.

Die Veranstaltung ist deswegen zu empfehlen, weil die Landschaft im Elbsandsteingebirge wirklich sehr reizvoll ist. Kultur und Sport lassen sich ideal miteinander verbinden. Empfehlenswert ist ein Quartier in Hinterhermsdorf (60 Kilometer östlich von Dresden). Dort ist das zentrale Meldebüro untergebracht, der Ort selbst wurde schon mal zum “Schönsten Ort Deutschlands” gewählt.  Die Tour zählte laut dem Laufmagazin “Laufzeit” in den beiden Vorjahren zu den beliebtesten zehn Läufen Deutschlands. Es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre unter den Sportlern, das Veranstalterteam war sehr kompetent und geschickt ausgewählt, u.a. mit dem Moderator Gerhard Adolph (vor der Wende der “Thomas Gottschalk der DDR”). Optisch ragte die Sebnitzer Blumenkönigin hervor. 

Weitere Infos: www.tour-saechsische-schweiz.de   www.festungslauf.de      www.hinterhermsdorf.de

Viele Grüße

Roland

Anmerkung der Red.:

Glückwunsch an Roland für den deutlichen Gesamtsieg in Sachsen.