Laufbericht vom Marcialonga (I-Predazzo) und vom Weinberglauf (Ipsheim) von Roland Rigotti

Hallo *,

die beiden letzten Läufe führten mich nach Predazzo/Val di Fiemme (04.09.2011) und ins fränkische Ipsheim (09.09.2011).

Eine Veranstaltung zum Genießen ist sicher der 9. Marcialonga über 25,5 km von Moena nach Cavalese gewesen, wobei die ersten 21,1 km etwa 300 Höhenmeter bergab führen. Dann kommen auf den finalen 4,4 km noch 150 Höhenmeter im Anstieg dazu, so dass man, wenn man voll läuft, ziemlich ausgepumpt oben ankommen müsste. Bei mir aber war (wie letztes Jahr) die Devise, den Lauf gemütlich zu gestalten. Beim Halbmarathon waren 1:32::33 Stunden das Ergebnis, also komplett im grünen Bereich. Dann aber packte mich doch noch der Teufel und ich rannte im Speed-Tempo mit der 14.-schnellsten Teilzeit den Hügel nach Cavalese ins Ziel hoch. Endzeit: 1:51:40 Stunden, Gesamtplatz 204, M 20-39 = 84. Platz. Ganz vorne waren wieder diverse Profiläufer zu sehen. Im Vorfeld und als Abrundung des ganzen Unterfangens schlossen sich noch einige Radeinheiten an. 2013 findet übrigens in Predazzo (etwa bei km 10 der Strecke) die Ski-WM statt. Man sieht auf dem Talkurs, der auf knapp 50 km verlängerbar ist, im Winter die Langläufer sowie je nach Witterung unzählige Radler und Läufer. Wer übers Jahr gesehen an allen drei Veranstaltungen teilnimmt (Marcialonga Skiing, Cycling, Running) kommt in eine gesonderte Wertung. Skifahren werde ich zwar nicht, aber das Radeln über 135 km und 3700 Höhenmeter mit Anstieg zum Lavazejoch hat schon seinen Reiz entfaltet. Mal sehen, ob´s 2012 mit dem Termin klappt.

Nach der gemächlichen Vorstellung wollte ich am Freitag darauf sehen, was auf der kurzen Strecke so geht. In Ipsheim bei Bad Windsheim waren beim 12. Weinberglauf 5,8 km mit 120 Meter Höhendifferenz hinauf ausgeschrieben. Schnell bildete sich eine Dreiergruppe mit den beiden Grau-Zwillingen aus Neuhaus und meiner Person. Auf dem letzten Kilometer musste ich die beiden Neuhauser davonziehen lassen, aber ich war mit 21:08 Minuten immerhin 20 Sekunden schneller als im Vorjahr im Ziel und der Abstand zum Vierten war auch schon fast eine Minute bei 264 Zieleinläufern. Also: 3. Gesamteinlauf, 1. in M 35, passt auf jeden Fall. Schön ist hier der nächtliche Rückweg durch Weinberge hindurch mit Taschenlampe zum Parkplatz retour. Nieselregen gab es gratis dazu.

P. S.: Ein Problem ganz anderer Art zeichnet sich momentan ab: Dauernd gibt es bei den letzten Veranstaltungen diverse Wein- oder Sektgaben. Würde man die alle zeitnah konsumieren, so könnte man als Sportler wahrscheinlich nur noch Zwillinge auf der Rennstrecke sehen… Deswegen stapeln sich die Flaschen mittlerweile im Keller und warten auf durstige Zeiten.

Viele Grüße

Roland

Print Friendly