Vorbereitung zum Halbmarathon Ingolstadt (Bericht in der Neuburger Rundschau)

Halbmarathon
Angestachelt

Zwölf Teilnehmer haben sich nun endgültig für das Training des TSV Neuburg bei Siggi Stachel angemeldet. Auch „Die bissl Langsamen“ sind fest entschlossen, die 21 Kilometer Ende April in Ingolstadt zu schaffen. Von Dorothee Pfaffel.


Auf die Plätze, fertig, los! Das sind die Teilnehmer des Halbmarathon-Trainings beim TSV Neuburg. Hier auf der Tartanbahn mit Trainer Siggi Stachel (rechts) und Co-Trainer Anton Lautner (Dritter von links).
Foto: Dorothee Pfaffel

Es ist dunkel. Es ist kalt. Und meistens ist es auch noch nass. Trotzdem trainieren seit gut einem Monat elf Frauen und ein Mann jeden Donnerstagabend auf der Tartanbahn des TSV Neuburg. Ihr Ziel: der Ingolstädter Halbmarathon Ende April (wir berichteten). Ein Teil der Trainierenden hat sich inzwischen zu einer ganz besonderen Gruppe zusammengefunden: „Die bissl Langsamen“.

Wer kommt heute zum Training? Wen hat die Grippe erwischt? Wer hat sich verletzt? In der WhatsApp-Gruppe der „Bissl Langsamen“ wird rege hin und her geschrieben. Schon unmittelbar nach dem ersten Kennenlern-Treffen zum Halbmarathon-Training des TSV Ende Januar haben sie ihre Handynummern ausgetauscht – all diejenigen, die noch nicht so viel Lauferfahrung haben. So halten sie auch außerhalb des Trainings Kontakt. Sie posten ein Bild der Laufstrecke, tauschen Gute-Besserungswünsche aus oder geben Tipps, wie man sich mit ausreichend Magnesium versorgt. Mittlerweile hat sich auch Trainer Siggi Stachel unter die „Bissl Langsamen gemischt“.

Dreimal die Woche heißt es allerdings, Handys weg und ab in die Laufschuhe. Samstagnachmittag steht immer eine längere Strecke auf dem Programm: bisher an der Donau entlang, über die Staustufe Bittenbrunn und zum Sportplatz zurück. Montagabend eine kürzere Strecke und Gymnastik in der Parkhalle. Donnerstags geht es auf die Laufbahn. Doch mit Rundendrehen alleine ist es dabei nicht getan. Nach dem Einlaufen baut Trainer Siggi Stachel im Schein der Flutlichter die bunten Hütchen auf. Laufschule ist angesagt. Wenn sich das linke Bein hebt, muss auch der rechte Arm mitgehen, erklärt Stachel. Immer diagonal. Und dann geht es zackig über die Pylonen. So mancher hat noch Angst, dass er eines der Plastikhütchen umreißt, aber bei den meisten klappt es schon ganz gut. Weiter geht es mit Steigerungsläufen: Langsam starten die Läufer auf der Geraden – dann werden sie etwas schneller – „und am Ende geht ihr vorne richtig weg“, motiviert der Mann vom TSV. Das schlimmste kommt allerdings erst noch: Sechsmal 400 Meter stehen diesmal an, in zügigem Tempo. Die Läufer traben zur Startlinie.

„Keinen Meter verschenken“, mahnt Co-Trainer Anton Lautner. Da rücken die zwölf enger zusammen. Und los geht’s. „Lasst es ruhig angehen. Wenn der letzte Lauf der schnellste ist, habt ihr alles richtig gemacht“, ergänzt Lautner, während er selbst locker nebenherläuft. Ausgepowert laufen alle danach noch zehn bis zwölf Minuten langsam aus. Mit Dehnübungen geht das Training schließlich zu Ende. K.O., aber froh gehen die Läufer in die Umkleide. „Siggi macht das super. Er motiviert sehr gut“, lobt Andrea Strixner, eine der Läuferinnen. Und auch Lisa Mayr ist ihrer Meinung: „Er macht das Training wirklich gut. Auch die Laufschule bringt was. Es wird von Mal zu Mal besser.“

Trainer Siggi Stachel ist optimistisch, was den Erfolg seiner Laufgruppe angeht: „Die zwölf, die jetzt dabei sind, bleiben auch dabei und schaffen es – außer es verletzt sich einer. Sie haben auf jeden Fall alle das Zeug dazu!“

Copyright: Dorothee Pfaffel, NeuburgerRundschau
Orinialbericht unter http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/sport/Angestachelt-id37130022.html