Deutscher Meister Ü45 Basketball – Der Titel wurde erfolgreich verteidigt
Wie man denn mit nur fünf Spielerinnen und somit ohne Auswechselspielerin ein Finale der Frauen Ü45 um die Deutsche Meisterschaft gewinnen kann? Diese Frage musste Ingrid Heidler nach dem letzten Spiel des Wochenendes oft beantworten. Vor dem Meisterschaftswochenende in Düsseldorf hätten die Neuburgerin und ihre Teamkolleginnen des Teams „Ladies First“ darauf wohl keine Antwort gehabt. Und auch danach gab es auch im eigenen Team immer wieder Schulterzucken und ungläubiges Staunen ob des gelungenen Meisterstücks. Zum vierten Mal in Folge sichern sich die Ü45 Damen diesen Titel und sind zum Jubeln am Sonntagnachmittag nach Abpfiff des Finales fast zu erschöpft, um ausgelassen zu feiern.
Lediglich sechs Spielerinnen standen im Kader für das Turnier mit vier Vorrundenspielen und der Platzierungsrunde zur Verfügung. Eine mutige Entscheidung, trotzdem den Weg ins Rheinland zu einem hervorragend organisierten Turnier der ART Düsseldorf mit 10 teilnehmenden Teams anzutreten. Und durchaus lohnenswert, wenn man in die glücklichen Gesichter der Spielerinnen und des Coaches blickt. Verletzungsbedingt musste allerdings Alke Dietel im 2. Spiel der Vorrunde auf der Reservebank Platz nehmen und konnte nur noch von außerhalb des Spielfeldes auf den Spielverlauf einwirken.
Als Titelverteidigerinnen aus den letzten Jahren (2023-2025) ging das Team der Ladies First in das erste Vorrunden-Spiel gegen die BG West aus Hamburg ins Rennen. Ein paar Unaufmerksamkeiten in der Defense und einige Fehlwürfe bescherten dem Team um Coach Nils Klauck die erste Niederlage (24:22) seit geraumer Zeit in den zu spielenden 2×10 Minuten. Großer Jubel bei den Hamburgerinnen und Ernüchterung im Team der Ladies First. Aber wer die Mannschaft kennt, weiß, dass keine Spielerin eine Niederlage einfach so akzeptiert. Im nächsten Spiel gegen das Team der „No Names“ wurde die altbekannte Devise immer von Spiel zu Spiel zu denken ausgegeben und das Ergebnis war ein deutliches 37:20. Auch gegen die DJK Köln hatten sich die verbleibenden fünf Ladies gut aufeinander eingestellt und so stand ein deutlicher 39:18 Sieg auf der Anzeigetafel zu lesen. Im vierten Vorrundenspiel gegen die „Golden Ladies 50Plus“ stand am späten Nachmittag der dritten Vorrunden-Sieg (44:23) fest und der 2. Tabellenplatz nach der Vorrunde hinter BG West.
Die anderen fünf Teams der Gruppe B spielten den Gruppensieg für das Team TBT aus, gefolgt vom Osnabrücker TB, der Fusion Forty-Five, der ART Düsseldorf und dem Nord-Süd-Mix.
Am zweiten Turniertag stand nun das Überkreuzspiel bzw. Viertelfinale gegen den 3. aus der Gruppe B an. Gegen das Team der Fusion Forty-Five gewannen die Ladies und standen nun erneut dem Team der BG West im Halbfinale gegenüber. Hier gab es einen überzeugenden Sieg (33:12) im zweiten Aufeinandertreffen zu sehen. Im zweiten Halbfinale standen sich der Osnabrücker TB und das Team TBT gegenüber. Osnabrück überzeugte und zog ebenfalls ins Finale ein. Mit großem Respekt vor den Finalistinnen des OTB, aber auch Siegeswillen, ging es aus Sicht der Ladies First in die letzten 20 Minuten Spielzeit der Deutschen Meisterschaft. Noch ein letztes Mal in diesem Turnier das Trikot überstreifen, die Schuhe binden und raus auf das Spielfeld. Auf dem Großfeld und vor den zahlreichen Zuschauern hieß es noch einmal alles zu geben, um die Goldmedaille zu gewinnen. Dort vermieden es die Ladies, so gut es nach fünfeinhalb Spielen ohne Auswechslung ging, einen Ball verloren zu geben, verteidigten gegen die Centerinnen effektiv, blockten aus und erspielten sich immer wieder freie Würfe. Zur Halbzeit stand ein 24:17 für die Ladies zu Buche. Bis zum Ende bauten sie den Vorsprung sogar noch aus und liegen sich nach dem Abpfiff erschöpft, aber glücklich in den Armen. Coach Klauck freut sich mit seinen Damen über das 42:27 Endergebnis.
Von links: Ludmila Vojtkova, Mirna Kasper, Alke Dietel, Ingrid Heidler, Coach Nils Klauck, Rebecca Brincat Thoresen und Birgit Jockenhövel freuen sich über die vierte Deutsche Meisterschaft der Frauen Ü45.

